Platon die Bergziege ?

Oder wie hiessen gleich nochmal die Viecher mit denen Hannibal 218 v.Chr. die erste TransAlp gemacht hat….

Aus dem Studium des Buches “Dicker Mann auf dünnen Reifen” habe ich gelernt, dass man sich zu Beginn des Trainings eine Referenzrunde suchen soll. Meine sollte einen Hügel beiinhalten und in meinem jetzigen Trainingszustand bereits fahrbar ist. Es ist meine fünfte Trainingsrunde und bei dem tollen Wetter sollte es zu findest zu zwei der Fünf Seen in der erweiterten Nachbarschaft gehen. Und wenn Hannibal die Elefanten über die Alpen gebracht hat werde ich es doch wohl bis zum Kloster Andechs schaffen?

Eine ganze Runde ist es nicht geworden, aber immerhin ein schönes U…


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Traumhaftes Wetter erlaube eine kurze Hose und ein kurzärmeliges Trikot. Ja da staunt ihr! Gonso fertigt dankenswerter Weise auch Klamotten für radelnde Elefanten!

Mit verhaltenem Tempo – ich habe ja so einiges vor – geht es über Gröbenzell nach Olching und weiter nach Fürstenfeldbruck. Alles läuft rund (bis auf die kognitiven Dissonanzen zwischen mir und der Navi Tante in meinem Garmin Edge – aber dazu später mehr). Nach Fürstenfeldbruck geht es Richtung Herrsching (angeblich am Amersee) Die Strecke bin ich mit dem Motorrad schon einige Male gefahren und ich kann euch versichern, da waren noch nie Steigungen. Irgendjemand muss im laufe des Winters massive Erdbewegungen veranlasst haben. Bis Inning sind die Beine schwer, aber ich war mir sicher, jetzt geht es nur noch Berg ab bis Inning. Ist aber leider nicht so ! Die Vorfreude und der feste Vorsatz in Inning mit der S-Bahn wieder zurück in die flache Zivilisation zu fahren, treiben mich über die diversen Hügel. (aus eurer Sicht sicherlich nur Buckel).

Bis Inning habe ich 55 km auf der Uhr und bereits 260 Höhenmeter (mit der Korrektur durch Garmin) und einen 24,1 er Schnitt.

Eine belebende Mittagspause ….

Trofie al Marina – tolle Nudeln mit Meeresfrüchten, eine iostonische (alkoholfreie) Hopfenkaltschale und ein guter Cafe Dopio (dies alles mit Blick auf den See) bringen die Lebensgeister wieder zurück. (OK, ich gebe es zu, eine ganz böse Kugel dunkles Schokoladeneis war auch noch dabei) Eigentlich habe ich mich doch auf den Anstieg zum Kloster Andechs gefreut? Und das Eis muss schliesslich abtrainiert werden.

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Eddy mein treuer Begleiter, auch schon müde? Mann beachte den Hängebauch kompatiblen Spacerturm ..

Auf nach Andechs …

150 Höhenmeter über die ihr schmunzeln mögt, führten mir jede einzelne böse Bratkartoffel mit Speck der letzten 20 Jahre vor Augen. Mit 10 kmh bin ich dort hoch gezockelt und nach den ersten 50 Metern habe ich das erste Mal Solidarität von einem Mitstreiter erfahren. Gerade als ich überlege umzudrehen, überholt mich ein netter Mensch (auf einem schönen Trek Domane project one) – ich nenne ihn Hannibal – und fängt an mich den Berg hochzureden. Aufgeben wäre wohl keine Lösung und ich sollte doch nochmal richtig Gas geben. Er hat mich die nächsten 20 Minuten über die ganze Starnberger Höhe begleitet und so war aufgeben keine Alternative!

Und weiter geht die wilde Fahrt ….

Klasse Abfahrt nach Starnberg hinunter, aber ich muss gestehen, so ein wenig wackelig war ich schon auf den Beinen. Kurze Überlegung ob ich durchs Fischbachtal nach Hause fahre, aber ich glaube das wäre des Guten zuviel gewesen. So waren es 75 tolle Kilometer (und zum Ausrollen noch einmal 7 km von der S-Bahn nach Hause), 22,8 Schnitt und 530 Höhenmeter in der Nachschau verklärt sogar Spass gemacht haben. Und ein grosses Dankeschön an Hannibal!

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Viel gelernt – Again what learned …

  • Rosenheimer Traktorfahrer mit Riesenungetümen im Fürstenfeldbruckerhinterland sind gemein gefährlich
  • Solidarität tut gut
  • Wenn Hannibal mit den Elefanten über die Alpen gekommen ist, schaffe ich das auch
  • Lose Getränkeflaschenhalter machen ein Geräusch wie ein zerberstender Rahmen sind aber weitestgehend ungefährlich
  • Ich glaube viel lieber den ausgerechneten Kalorien von Garmin Connect als denen von Straka (sind in etwa das doppelte, Aber Strava rechnet wohl nicht mit pedalierenden Elefanten.
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